Makuladegeneration AMD in Ulm: Symptome, Untersuchung und Behandlung

Wenn gerade Linien plötzlich wellig erscheinen, Buchstaben beim Lesen verschwimmen oder in der Mitte des Sehens ein grauer beziehungsweise dunkler Bereich auffällt, sollte die Netzhaut augenärztlich untersucht werden. Solche Veränderungen können verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche Ursache ist die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD.

Bei der Untersuchung kann geklärt werden, ob Veränderungen der Makula vorliegen, ob es Hinweise auf eine trockene oder feuchte AMD gibt und ob eine Behandlung oder Verlaufskontrolle erforderlich ist.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. Oliver Schütte, Facharzt für Augenheilkunde

Stand: 11.07.2026

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Standorte: Ulm, Wiblingen und Blaustein

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Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche augenärztliche Untersuchung.

 

Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration?

Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut. Sie ermöglicht insbesondere das scharfe Sehen in der Mitte des Gesichtsfeldes. Dieses benötigen wir beispielsweise zum Lesen, Erkennen von Gesichtern oder Wahrnehmen feiner Details.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration verändert sich dieser Bereich der Netzhaut.

Die Erkrankung betrifft in erster Linie das zentrale Sehen. Das äußere Gesichtsfeld bleibt häufig erhalten. Eine AMD kann den Alltag dennoch erheblich beeinträchtigen, beispielsweise beim Lesen oder beim Erkennen von Personen.

Welche Symptome können bei einer Makuladegeneration auftreten?

Eine AMD kann lange Zeit nur geringe Beschwerden verursachen. Veränderungen werden manchmal zunächst nur an einem Auge bemerkt.

Mögliche Symptome sind:

  • gerade Linien wirken wellig oder verbogen
  • Buchstaben erscheinen beim Lesen verschwommen
  • einzelne Bereiche oder Buchstaben fehlen
  • Gesichter lassen sich schlechter erkennen
  • in der Mitte des Sehens erscheint ein grauer oder dunkler Fleck
  • ein Auge sieht deutlich schlechter als das andere
  • Kontraste oder feine Details werden schlechter wahrgenommen

Diese Beschwerden sind nicht beweisend für eine AMD. Auch andere Erkrankungen des Auges können ähnliche Veränderungen verursachen.

Eine plötzlich auftretende oder deutlich zunehmende Sehverschlechterung sollte deshalb zeitnah medizinisch abgeklärt werden.

Trockene und feuchte AMD: Was ist der Unterschied?

Bei der altersbedingten Makuladegeneration werden grundsätzlich eine trockene und eine feuchte Form unterschieden.

Trockene Makuladegeneration

Die trockene AMD entwickelt sich häufig langsam. Typisch können unter anderem Ablagerungen unter der Netzhaut sein, die als Drusen bezeichnet werden.

Je nach Stadium können Betroffene zunächst wenig bemerken. Im weiteren Verlauf kann das zentrale Sehen zunehmend beeinträchtigt werden.

Feuchte Makuladegeneration

Bei der feuchten beziehungsweise neovaskulären AMD entstehen krankhafte Blutgefäße im Bereich der Makula. Aus diesen Gefäßen kann Flüssigkeit oder Blut in beziehungsweise unter die Netzhaut gelangen.

Dadurch können sich Sehbeschwerden innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit verändern.

Neue Verzerrungen, dunkle Flecken oder eine plötzliche Verschlechterung des zentralen Sehens sollten daher zeitnah augenärztlich beurteilt werden.

Welche Ursachen und Risikofaktoren spielen bei AMD eine Rolle?

Die AMD entsteht nicht durch einen einzelnen Auslöser. Alterungsprozesse der Netzhaut spielen eine wesentliche Rolle.

Zu den bekannten Risikofaktoren gehört insbesondere das Rauchen. Auch genetische Faktoren und weitere individuelle Einflüsse können das Erkrankungsrisiko beeinflussen.

Ob bei einer einzelnen Person eine AMD vorliegt, lässt sich jedoch nicht anhand von Risikofaktoren feststellen. Dafür ist eine Untersuchung der Netzhaut erforderlich.

Wie wird eine Makuladegeneration untersucht?

Bei der augenärztlichen Untersuchung werden Beschwerden, Sehvermögen und Netzhautbefund beurteilt.

Je nach Fragestellung kann die Pupille erweitert werden, damit der Augenhintergrund genauer untersucht werden kann.

Ein wichtiges Verfahren bei Veränderungen der Makula ist die optische Kohärenztomographie, kurz OCT. Sie ermöglicht eine schichtweise Darstellung der Netzhaut. Damit können unter anderem Veränderungen der Makula oder Flüssigkeitseinlagerungen beurteilt werden.

Bei bestimmten Befunden kann zusätzlich eine Fluoreszenzangiographie sinnvoll sein. Dabei lassen sich die Blutgefäße der Netzhaut und bestimmte Gefäßveränderungen genauer darstellen.

Welche Untersuchungen im Einzelfall erforderlich sind, richtet sich nach Beschwerden und Befund.

Wie wird eine Makuladegeneration behandelt?

Die Behandlung hängt entscheidend davon ab, welche Form und welches Stadium der Makuladegeneration vorliegen.

Bei einer trockenen AMD stehen je nach Befund unter anderem Verlaufskontrollen und die Beratung zu beeinflussbaren Risikofaktoren im Vordergrund.

Bei bestimmten Formen einer feuchten AMD können Medikamente eingesetzt werden, die in das Auge eingebracht werden und gezielt einen Wachstumsfaktor hemmen, der an der Bildung und Durchlässigkeit krankhafter Gefäße beteiligt ist.

Welche Behandlung erforderlich ist und in welchen Abständen Kontrollen oder weitere Maßnahmen sinnvoll sind, wird anhand des individuellen Befundes entschieden.

Eine Verbesserung oder Stabilisierung des Sehens kann nicht für jeden Patienten vorhergesagt werden.

Brille, Zylinder und Achse bei AMD

Eine Brille kann bestehende Fehlsichtigkeiten korrigieren. Dazu gehören beispielsweise Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung.

Bei einer Hornhautverkrümmung können auf einer Brillenverordnung unter anderem Zylinder und Achse angegeben sein.

Eine solche optische Korrektur behandelt jedoch nicht die Veränderungen der Netzhaut bei einer Makuladegeneration.

Bestehen zusätzlich Fragen zu den aktuellen Brillenwerten, finden Sie weitere Informationen unter Brillenbestimmung im Augenzentrum Ulm.

Kontaktlinsen und Makuladegeneration

Kontaktlinsen korrigieren Fehlsichtigkeiten anstelle einer Brille. Eine AMD betrifft dagegen die Makula im Bereich der Netzhaut.

Kontaktlinsen behandeln daher keine Makuladegeneration.

Informationen zu Anpassung, Pflege und sicherem Tragen finden Sie im Kontaktlinsen-Ratgeber des Augenzentrums Ulm.

Alltag mit Makuladegeneration

Wenn das zentrale Sehen beeinträchtigt ist, können bestimmte Anpassungen im Alltag hilfreich sein. Dazu gehören je nach Sehvermögen beispielsweise:

  • größere Schrift
  • gute und gleichmäßige Beleuchtung
  • stärkere Kontraste
  • Vergrößerungsfunktionen auf Smartphone oder Tablet
  • Vorlesefunktionen
  • vergrößernde Sehhilfen

Welche Hilfsmittel sinnvoll sind, hängt vom individuellen Sehvermögen und den Anforderungen im Alltag ab.

Makuladegeneration beim Augenarzt in Ulm untersuchen lassen

Veränderungen des zentralen Sehens können unterschiedliche Ursachen haben. Bei einer Untersuchung kann geklärt werden, ob die Makula betroffen ist und ob Hinweise auf eine trockene oder feuchte AMD bestehen.

Besonders neue Verzerrungen, dunkle Flecken oder eine plötzlich auftretende beziehungsweise deutlich zunehmende Sehverschlechterung sollten nicht ausschließlich auf eine veränderte Brille zurückgeführt werden.

Das Augenzentrum Ulm betreut Patientinnen und Patienten an den Standorten Ulm, Wiblingen und Blaustein.

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Medizinischer Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche augenärztliche Untersuchung oder Diagnose.

Bei plötzlich auftretender oder deutlich zunehmender Sehverschlechterung, neuen Verzerrungen oder neu auftretenden dunklen Bereichen im zentralen Sehen sollte eine zeitnahe medizinische Abklärung erfolgen.

Medizinisch geprüft: [Datum nach ärztlicher Prüfung ergänzen]

Fachliche Quellen

Für die fachliche Prüfung und weitere Informationen eignen sich insbesondere:

  • Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, fachliche Empfehlungen zur altersabhängigen Makuladegeneration
  • National Institute for Health and Care Excellence: Age-related macular degeneration, NG82
  • American Academy of Ophthalmology: Age-Related Macular Degeneration Preferred Practice Pattern
  • National Eye Institute: Age-Related Macular Degeneration

Die Quellen dienen der fachlichen Orientierung. Eine individuelle Diagnose oder Behandlungsempfehlung kann daraus nicht abgeleitet werden.

Dr. med. Oliver Schütte ist Facharzt für Augenheilkunde und Kataraktchirurg am Augenzentrum Ulm. Er studierte Humanmedizin an der Universität Ulm und promovierte im Bereich Radiologie. Fachliche Schwerpunkte liegen unter anderem in der modernen Augenheilkunde, Diagnostik und Behandlung von Augenerkrankungen sowie der minimal-invasiven Kataraktchirurgie.

Altersbedingte Makuladegeneration

Häufige Fragen zur Makuladegeneration

Was sind erste Anzeichen einer Makuladegeneration?

Mögliche Hinweise sind verzerrte gerade Linien, verschwommene Buchstaben, schlechteres Erkennen von Gesichtern oder ein grauer beziehungsweise dunkler Bereich in der Mitte des Sehens. Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben und sollten augenärztlich abgeklärt werden.

Was ist der Unterschied zwischen trockener und feuchter AMD?

Die trockene AMD entwickelt sich häufig langsamer. Bei der feuchten AMD entstehen krankhafte Gefäße im Bereich der Makula, aus denen Flüssigkeit oder Blut austreten kann. Die feuchte Form kann das zentrale Sehen innerhalb kürzerer Zeit verändern.

Kann eine Brille eine Makuladegeneration ausgleichen?

Eine Brille kann Fehlsichtigkeiten korrigieren, beispielsweise Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Die Veränderungen der Netzhaut bei einer AMD werden durch eine Brille jedoch nicht behandelt.

Was bedeuten Zylinder und Achse bei meiner Brille?

Zylinder und Achse beschreiben die Korrektur einer Hornhautverkrümmung. Sie sind Brillenwerte und keine Messwerte einer Makuladegeneration.

Können Kontaktlinsen eine AMD verbessern?

Kontaktlinsen korrigieren bestimmte Fehlsichtigkeiten, behandeln aber keine Veränderungen der Makula. Bei eingeschränktem zentralem Sehen können je nach Situation andere Sehhilfen oder technische Hilfsmittel sinnvoll sein.

Was zeigt eine OCT-Untersuchung bei AMD?

Die optische Kohärenztomographie stellt die Netzhaut schichtweise dar. Dadurch können unter anderem strukturelle Veränderungen der Makula und Flüssigkeitseinlagerungen beurteilt werden.

Wie sinnvoll ist der Amsler-Gitter-Test?

Das Amsler-Gitter kann dabei helfen, neue Veränderungen des zentralen Sehens zu bemerken. Der Test dient jedoch nur der Selbstbeobachtung und ersetzt weder eine Untersuchung noch eine Diagnose.

Wann sollte ich wegen möglicher AMD zum Augenarzt?

Neue Verzerrungen, ein neu aufgetretener dunkler oder grauer Bereich im zentralen Sehen oder eine plötzlich auftretende beziehungsweise deutlich zunehmende Sehverschlechterung sollten zeitnah medizinisch abgeklärt werden.

Augenarzt ulm

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) 10. April 2021